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Mitwe Charitable Foundation

Mitwe Charitable Foundation wurde im Jahr 2012 durch den willenstarken Herr Habib Hamim gegründet. Nun ist er der Vorsitzende von Mitwe.

Mitwe ist seit Oktober 2014 offiziell als NGO in Tanzania registriert.

Ziel der Mitwe Charitable Foundation (MCF) ist es Menschen mit Behinderungen zu helfen und zu unterstützen.

Der Hauptsitz von MCF ist nahe der Morogoro Road, unweit der Innenstadt von Dar es Salaam. Es ist ein kleiner Raum mit einem Metallrolltor, mit schmutzigen Wänden und einem undichten Dach. Aber es ist ein Ort mit einer guten Energie, da hier starke Menschen mit guten Absichten sich regelmässig treffen. Es ist eine stark bevölkerte Gegend und leider sind hier in dieser Nachbarschaft viele Menschen mit Behinderungen zu finden. Wir trafen Erwachsene und Kinder, Männer und Frauen mit verschiedensten Behinderungen: einige können nicht gehen, andere tragen Prothesen, wieder andere sind geistig behindert. Auch auffallend viele Albinos sind hier anzutreffen. Ausser dass ihre Existenz vom Staat anerkannt wird, indem ihnen auch ein Sozialarbeiter an die Seite gestellt wird und welcher das Zentrum auch von Zeit zu Zeit besucht, erhalten sie keine wirksame Hilfe und Unterstützung.

Jeder trägt zur Miete für diesen winzigen Tagungsraum bei und erhält Hilfe von privaten Spendern (Kleidung, wenig Nahrung, etwas Schulmaterial für die Kinder). Jedoch deckt diese Hilfe den tatsächlichen Bedarf niemals ab. Wir waren im Mai 2016 vor Ort und erlebten sie in ihrem Umfeld. Wir waren von diesen vielen Menschen berührt, fühlten uns ohnmächtig, da wir buchstäblich nichts tun können um ihre schlechten Bedingungen zu verbessern. Sie sind freundlich, offen und lächelnd, und sind voller Hoffnungen, dass furaha ihnen Hilfe und Unterstützung bringen könnte. Wir brachten einen Rollstuhl und einen Computer mit, aber das ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Wir haben unser Bestes versucht, um zu zeigen dass unser Interesse ihnen die so dringende Hilfe und Unterstützung geben zu können, echt und tief ist. Die Dringlichkeit ist gross, wir möchten dort Dinge bewegen, und wir haben das Gefühl, dass jeder Tag an dem wir nichts tun können, ein verlorener Tag ist.

Wir arbeiten daran und wir hätten Projekte und Ideen und sind im Austausch mit Herrn Habib Hamim sowie Herr Bernald George (Mitwe Informationsbüro). Wir sind überrascht wie gut sie uns mit ihren wenigen Mitteln würdevoll und strukturiert auf dem Laufenden halten. Wir spüren ihren starken Willen. Sie haben auch einen Blog.

Unsere erste Spende für Mitwe war zugunsten eines jungen Mädchen, welches eine Darmoperation benötigte und deren Mutter behindert ist. Wir hoffen so sehr, dass wir in Zukunft in der Lage sein werden, viel mehr für die Gemeinschaft von Mitwe zu tun. Wir kontaktieren jetzt schon grosse und kleine Sponsoren, damit wir Rollstühle, Blindenstöcke und Sonnenbrillen und Sonnencremes für die Albinos besorgen können. Wir hoffen, dass wir später in der Lage sein werden, mit einem Krankenhaus in Dar es Salaam insofern zusammenzuarbeiten, als dass dort Prothesen, Operationen und andere medizinische Hilfe gewährleistet werden kann. Furaha zieht auch in Betracht, für einige Mitglieder von Mitwe eine Krankenversicherung abzuschließen, damit sie in öffentlichen Krankenhäusern medizinische Hilfe erhalten können. Selbstverständlich müssen wir prüfen, ob und wie gut das funktionieren könnte und in welchem Umfang wir ihre Bedürfnisse optimal abdecken können.

Für jede Spende, welche wir für Mitwe erhalten sind wir sehr dankbar, und wir sind der Überzeugung, gemeinsam mit Ihnen eine Menge bewirken zu können. Dafür danken wir Ihnen.

 

 

AKTUELL

In der heissen Mittagshitze haben wir uns in ihrem kleinen Office getroffen: Der Vorstand von Mitwe, Mr. Msangi (er ist mir eine wertvolle Unterstützung vor Ort) und ich. Es war drückend heiss, staubig und eng in diesem kleinen Büro, Wir besprachen, welche Hilfe für sie am notwendigsten ist. Es sind nach wie vor Blindenstöcke, Rollstühle, und diese „Fahrräder“, welche von Hand angetrieben werden. Es bekamen jene Menschen einen Rollstuhl oder ein „Fahrrad“, welche es am allernötigsten brauchten – denn benötigen tun alle von Mitwe eine Unterstützung. Die Rollstühle besorgten wir in einem Geschäft in Dar es Salaam, wobei ich als Weisse (Mzungu) draussen wartete. Mr. Msangi, Habib und Bernald von Mitwe kauften ein. Es macht fast 25% auf den Preis aus, denn sobald eine Weisse in Sichtnähe kommt, sind die Preise höher. Die vier Fahrräder werden von Behinderten hergestellt, das dauert natürlich etwas Zeit.

Wir vereinbarten einen Tag, an welchem wir den Menschen diese Rollstühle etc. übergeben konnten. Die Freude ist natürlich gross, und die Menschen möchten sich auch gebührend bedanken… ich bat sie jedoch, dies nur im kleinen Rahmen zu tun. Sie organisierten einen riesengrossen Teppich, diesen legten sie unter einen Baum vor ihrem Office. Ich muss mir jedes Mal das heulen verkneifen, wenn ich diese Menschen sehe: soviel Not, soviel Elend…und ich finde es toll, dass sie sich selbst organisieren und unterstützen, deswegen unterstützen WIR von furaha Mitwe auch.

Womit ich natürlich nicht gerechnet habe ist, dass ein Lokalradio und die lokale Presse auch eingeladen wurden. So konnte ich wenigstens die Begrüssung auf Swahili machen, sprach dann auf Englisch weiter und Mr. Msangi übersetzte. Ich machte den Menschen klar, dass ich – wir von furaha – nur Überbringer der gespendeten Dinge sind, dass in der Schweiz viele Menschen uns unterstützen, damit dies möglich ist. Anschliessend mischte ich mich unter die Menschen, denn der direkte Kontakt zu diesen Menschen ist mir wichtig, ich möchte erfahren, möchte wissen… denn wie mehr ich weiss, umso besser und gezielter kann ich die Hilfe einsetzen.

Fazit: Wir konnten 12 Rollstühle, 4 "Fahrräder" und viele Blindenstöcke übergeben. Nebst Hüten, Sonnencremes- und Sonnenbrillen für die Menschen mit Albinismus. Ebenso schlossen wir einige Krankenversicherungen ab.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung – im Namen von furaha und allen Menschen von Mitwe.

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